Wie versteht man ein Unternehmen, bevor man sein Team aufbaut?
Bevor wir einen einzigen Engineer eingestellt haben, haben wir uns Zeit genommen, das Unternehmen zu verstehen, mit dem wir eine Partnerschaft eingehen wollten.
“Sie haben mehr Zeit damit verbracht, unser Geschäft zu verstehen, als über Recruiting zu sprechen.”
Die Herausforderung
Ein führendes europäisches Mobilitätsunternehmen musste seine Engineering-Kapazität ausbauen. Software wurde zum Kern seiner Produkte, und das Unternehmen konsolidierte seine Lieferanten, um die Umsetzung zu vereinfachen und Komplexität zu reduzieren.
Das Team nur im Heimatmarkt zu vergrößern, war nicht mehr realistisch. Erfahrene Engineers waren schwer zu finden, und Einstellungen dauerten Monate. Alternative Standorte waren eine Option – angestrebt wurden jedoch höchste Qualität und Kosteneffizienz.
Das Unternehmen brauchte eine Engineering-Kapazität, die komplexe Produkte versteht, sich an wechselnde Prioritäten anpasst und über Jahre verlässlich liefert. Die Herausforderung bestand nicht darin, mehr Engineers zu finden. Es ging darum, die richtige Engineering-Organisation aufzubauen – mit der richtigen Kultur, Identifikation, Prozessen und Strukturen, die in einem internationalen Kooperationsmodell nachhaltig hohe Qualität liefert.
Unser Ansatz
Wir haben nicht mit Teamgröße oder Stellenbeschreibungen begonnen. Wir haben mit dem Unternehmen selbst begonnen.
Jedes Engagement begann mit einem kurzen, strukturierten Workshop – in der ersten Phase mit Management und Delivery Manager, in der zweiten mit Engineering-Verantwortlichen, Product Ownern und relevanten Stakeholdern. Das Ziel war einfach: verstehen, wie das Unternehmen funktioniert, bevor wir entscheiden, wie das Engineering-Team arbeiten sollte.
Wir haben die Produktvision, den Markt, die Technologielandschaft und die vor uns liegende Roadmap betrachtet. Wir haben gefragt, welche Fähigkeiten heute gebraucht werden und welche Kompetenzen das Unternehmen in 3–5 Jahren benötigen wird.
Erst als das klar war, haben wir mit der Gestaltung der Engineering-Organisation selbst begonnen.
Die Lösung
Die Workshops wurden zur Grundlage für jede folgende Entscheidung – wie eingestellt wird, wer eingestellt wird, wann und wie die neuen Kolleginnen und Kollegen mit passenden Strukturen und Prozessen in die internationale Zusammenarbeit mit dem Kunden und den beteiligten Partnern integriert werden.
Statt ein Team um verfügbare Talente herum zu entwerfen, haben wir es um die tatsächliche Entwicklung des Unternehmens und seine Geschäftsziele herum gestaltet. Einstellungen, Struktur, aktives Mentoring, organisatorisches Onboarding, Wissenstransfer, Teamintegration, kontinuierliches Feedback und Verbesserungen sowie die Reihenfolge – all das folgte aus diesem Verständnis, nicht umgekehrt.
Die Wirkung
Jede folgende Entscheidung – wer ins Team kam und wann und wie die Personen integriert wurden – richtete sich nach dem Geschäft des Kunden, nicht danach, wer gerade verfügbar war.
So erhielt der Kunde eine Engineering-Organisation, die darauf ausgerichtet war, wohin sich das Unternehmen tatsächlich entwickelte – und nicht nur darauf, wo es am ersten Tag stand.
Warum das wichtig ist
Die meisten Engineering-Partner beginnen mit einem Anforderungsdokument für ein Projekt oder Programm. Wir beginnen mit einem Gespräch. Ein Unternehmen und seine Ziele gründlich zu verstehen, bevor etwas aufgebaut wird, sorgt dafür, dass jede spätere Entscheidung – Einstellungen, Struktur, Integration, Wachstum – in die richtige Richtung weist.